Gomera

 

 

 

 

 

 


Die Kanarischen Inseln, mit Ihrem angenehmen Klima, eignen sich ganzjährig wunderbar zum Wandern. Die zweitkleinste Insel ist la Gomera, welche sich in der Nähe der nordwestlichen Küste Afrikas befindet, gegenüber der Westsahara. La Gomera hat eine Ausdehnung von 369 Quadratkilometern und ragt mit dem höchsten Berg, dem Garajonay, 1487m über den Meeresspiegel hinaus.

Die alten Wegsysteme auf La Gomera bieten, eingebettet in einer vielfältigen Landschaft, ideale Wandermöglichkeiten. Das hier herrschende subtropische Klima und die beeindruckende Landschaft machen la Gomera zum Reiseziel für den Wanderurlaub.


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Hermigua ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in einige der schönsten Regionen der Insel.

Es ist nicht übertrieben, wenn der Reiseführer DUMONT Gomera als das ultimative Urlaubsziel für Naturbegeisterte beschreibt.

Vegetationszonen auf La Gomera

Die Gebirgsformationen und die feuchten Passatwinde sind ausschlaggebend für das feuchte Klima im Norden sowie das trockene Klima im Süden Gomeras. Relief und Höhenlage bestimmen die verschiedenen Vegetationszonen, die nicht immer auf gleicher Höhe liegen. In niedrigeren Gebieten herrschen die Sukkulentengewächse vor. Auf mittlerer Höhe wachsen Busch- und Wachholderwälder. In den Hochlagen Gomeras befinden sich die Lorbeer- und Baumheidewälder.

Brachliegende Anbauflächen, die nach und nach von Heide, Wolfsmilchgewächsen etc. zurückerobert werden oder Wälder, die mit nicht einheimischen Bäumen aufgeforstet wurden, zeigen die Spuren des menschlichen Eingriffs in die ehemalige Naturlandschaft Gomeras.

Der immergrüne Nebelwald beginnt mit dem Lorbeerwald, der von den Einheimischen Bosque del Cedro genannt wird. Der Lorbeerwald von La Gomera mit dem artenreichen Baumbestand gehört zu den ältesten und besterhaltenen Urwäldern Europas. Es ist ein weitgehend naturbelassener und fast unveränderter Wald. Reicher Epiphytenbewuchs ist ein sicheres Zeichen für die Reinheit der Luft. Auch wenn es so scheint, bedeuten die von Flechten behangenen alten Stämme nicht, dass der Wald krank ist.


Lorbeer

Überwiegend sind Azoren-Lorbeer, Stinklorbeer, Kanarischer Lorbeer sowie Madeira Mahagoni in dieser Zone vertreten. Zahlreiche Farngewächse, die teilweise sehr hochwüchsig sind, treten hier neben Moosschleier, Moosbärte und Flechten auf. Die von den Bäumen und Sträuchern herabhängenden Bärte und Flechten verleihen dem Wald ein mystisches Aussehen. Die Regenfälle gepaart mit der Feuchtigkeit der Wolken ermöglichen die Existenz des dichten Waldes. Neben den Niederschlägen, die in den Boden einsickern, entzieht der Wald (Monteverde) den Wolken Feuchtigkeit. Zahlreiche Wasserläufe, die nahezu das ganze Jahr Wasser führen, werden von hier gespeist.

Charakteristisch für das Gebiet des Lorbeerwaldes sind die relativ gleichen klimatischen Bedingungen, wie milde gleich bleibende Temperaturen mit gleich bleibender Feuchtigkeit während des gesamten Jahres. Längere Trockenzeiten sind unüblich.

Die Kerngebiete des Lorbeerwaldes, mit Baumriesen bis 30 m, gehen mit zunehmender Höhe über in Gürtel mit artenärmerer Zusammensetzung und ohne Unterwuchs. Die Baumdichte kann bis zu 3.000 Bäume / ha betragen. Ca. 20 verschiedene Baumarten sind im Garajonay Nationalpark zu finden. Der 1978 gegründete Nationalpark Garajonay umfasst eine Fläche von 3.986 Hektar, was 10% der Insel Gomera ausmacht. Sein einmaliges Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.

Die Wälder des Nationalparks haben ihren Ursprung im Tertiär. Das Zentrum des Nationalparks ist ein immergrüner Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen, von Bäumen hängenden langen Bartflechten, moosbewachsenen Ästen und Bächen mit kleineren Wasserfällen.

 

Vom Lorbeerwald gibt es einen fließenden Übergang in die Faya-Brezal-Formation - Hochwald, Heidemischwald. Mit Fayal-Brezal werden Vegetationsformen zusammengefasst, die von Menschen verändert wurden bzw. trockene Wälder auf der Inselsüdseite. Hauptvertreter dieses Vegetationsgürtels sind die Baumheide und der Gagelstrauch. Bis 15m hoch wird die Heide und der lorbeerähnliche Gagelbaum kann eine Höhe von 20m erreichen. Im Gegensatz zum Lorbeerbaum benötigen diese Bäume weniger Feuchtigkeit und Humus. Am Rande dieser Gebiete sind die Formationen mit landwirtschaftlich genutzten Flächen durchsetzt.

Gagelbaum / Myrica faya / Myricaceae
Baumheide / Erica arborea / Ericaceae
Kiefernaufforstungen ersetzten ehemalige Faya-Brezal-Formationen dort, wo Kahlschläge vorgenommen worden waren. Die in den 60er Jahren vorgenommene Aufforstung mit Kanarenkiefern stellte sich für die Böden in der Höhenlage als ungeeignet heraus. Immer mehr bepflanzte Stellen werden wieder für Heide freigemacht.

Als Sabinar (Juniperus) wird der Wacholder-Bestand bezeichnet. Das Sabinar nimmt eine Zwischenstellung zwischen Sukkulentenbusch und Fayal-Brezal ein.

Juniperus phonenicea (Wacholder) Bestände bilden weite Sabinares (von den Canarios so genannt), die vermutlich durch Beweidung gefördert wurden, wachsen in den tieferen, niederschlagsärmeren Lagen, besonders der Nordseite von La Gomera.

In dieser Vegetationszonen treten auch die Dickblattgewächse der Gattung Aeonium auf.


Nach Kahlschlägen - rasos - in Faya-Brezal-Zonen sowie Lorbeerwaldgebieten entstanden häufig Buschwaldformationen, die mit Schmetterlingblütler (bis 4m hoch) und Zistrose - jara - besetzt sind. Vorrangig wächst die Zistrose jedoch an den Südhängen der Barancos, die von den Passatwolken bestrichen werden.

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La Gomera,
Rolf Goetz,
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Broschiert - Meyer Reiseführer
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Dezember 2004
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Gastmahl auf Gomera.
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Baedeker Allianz Reiseführer, Gomera
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Marco Polo, Gomera, Hierro
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Merian live!, Gomera

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7,95 €, 128 Seiten

Sammlung Geologischer Führer Kanarischen Inseln

Bd.81,
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O. A. Parques Nacionales, Leitfaden zum Nationalpark Garajonay, La Gomera
- deutsche Ausgabe -

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Preis: ca. 10 €,
183 Seiten ISBN 84-8014-514-5


Infrastruktur Gomeras - befestigte Straßen

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