Gomera |
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Überwiegend sind Azoren-Lorbeer, Stinklorbeer, Kanarischer Lorbeer sowie Madeira Mahagoni in dieser Zone vertreten. Zahlreiche Farngewächse, die teilweise sehr hochwüchsig sind, treten hier neben Moosschleier, Moosbärte und Flechten auf. Die von den Bäumen und Sträuchern herabhängenden Bärte und Flechten verleihen dem Wald ein mystisches Aussehen. Die Regenfälle gepaart mit der Feuchtigkeit der Wolken ermöglichen die Existenz des dichten Waldes. Neben den Niederschlägen, die in den Boden einsickern, entzieht der Wald (Monteverde) den Wolken Feuchtigkeit. Zahlreiche Wasserläufe, die nahezu das ganze Jahr Wasser führen, werden von hier gespeist. |
Charakteristisch für das Gebiet des Lorbeerwaldes sind die relativ gleichen klimatischen Bedingungen, wie milde gleich bleibende Temperaturen mit gleich bleibender Feuchtigkeit während des gesamten Jahres. Längere Trockenzeiten sind unüblich.
Die Kerngebiete des Lorbeerwaldes, mit Baumriesen bis 30 m, gehen mit zunehmender Höhe über in Gürtel mit artenärmerer Zusammensetzung und ohne Unterwuchs. Die Baumdichte kann bis zu 3.000 Bäume / ha betragen. Ca. 20 verschiedene Baumarten sind im Garajonay Nationalpark zu finden. Der 1978 gegründete Nationalpark Garajonay umfasst eine Fläche von 3.986 Hektar, was 10% der Insel Gomera ausmacht. Sein einmaliges Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.
Die Wälder des Nationalparks haben ihren Ursprung im Tertiär. Das Zentrum des Nationalparks ist ein immergrüner Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen, von Bäumen hängenden langen Bartflechten, moosbewachsenen Ästen und Bächen mit kleineren Wasserfällen.

Vom Lorbeerwald gibt es einen fließenden Übergang in die Faya-Brezal-Formation - Hochwald, Heidemischwald. Mit Fayal-Brezal werden Vegetationsformen zusammengefasst, die von Menschen verändert wurden bzw. trockene Wälder auf der Inselsüdseite. Hauptvertreter dieses Vegetationsgürtels sind die Baumheide und der Gagelstrauch. Bis 15m hoch wird die Heide und der lorbeerähnliche Gagelbaum kann eine Höhe von 20m erreichen. Im Gegensatz zum Lorbeerbaum benötigen diese Bäume weniger Feuchtigkeit und Humus. Am Rande dieser Gebiete sind die Formationen mit landwirtschaftlich genutzten Flächen durchsetzt.
| Gagelbaum
/ Myrica faya / Myricaceae |
Baumheide / Erica
arborea / Ericaceae |
| Kiefernaufforstungen ersetzten ehemalige Faya-Brezal-Formationen dort, wo Kahlschläge vorgenommen worden waren. Die in den 60er Jahren vorgenommene Aufforstung mit Kanarenkiefern stellte sich für die Böden in der Höhenlage als ungeeignet heraus. Immer mehr bepflanzte Stellen werden wieder für Heide freigemacht. | ![]() |
Als Sabinar (Juniperus) wird der Wacholder-Bestand bezeichnet. Das Sabinar nimmt eine Zwischenstellung zwischen Sukkulentenbusch und Fayal-Brezal ein. Juniperus phonenicea (Wacholder) Bestände bilden weite Sabinares (von den Canarios so genannt), die vermutlich durch Beweidung gefördert wurden, wachsen in den tieferen, niederschlagsärmeren Lagen, besonders der Nordseite von La Gomera. In dieser Vegetationszonen treten auch die Dickblattgewächse der Gattung Aeonium auf. |
Nach
Kahlschlägen - rasos - in Faya-Brezal-Zonen sowie Lorbeerwaldgebieten
entstanden häufig Buschwaldformationen, die mit
Schmetterlingblütler (bis 4m hoch) und Zistrose - jara - besetzt
sind. Vorrangig wächst die Zistrose jedoch an den Südhängen
der Barancos, die von den Passatwolken bestrichen werden.
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Gomera. Reisehandbuch. 20 Wandertouren. Michael Müller Verlag, Erlangen, 15,90 € |
Autor/-in |
La
Gomera, |
Gastmahl
auf Gomera. |
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Baedeker
Allianz Reiseführer, Gomera |
Marco
Polo, Gomera, Hierro Michael Leibl, 120 Seiten - Mairs Geographischer Verlag, Jan. 2000 , 120 S., 7,95 €,
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Sammlung
Geologischer Führer Kanarischen Inseln Bd.81, |
| O. A. Parques
Nacionales, Leitfaden zum Nationalpark Garajonay, La Gomera Dieses sehr gute Werk ist bei der Nationalparkverwaltung
auf Gomera sowie in einigen Buchläden zu erhalten. |
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