Mitte des 16. Jahrhundert herrschte ein absoluter Holzmangel. In den meisten Län-dern war Holz schon lange teuer und rar. Selbst in den baumreichen Ländern wie Norwegen und Schweden, stiegen die Holzpreise stark. Jetzt musste die Bevölkerung vom Torf als Brennmaterial überzeugt werden. Der Patriotismus der Deutschen wurde angesprochen: Ohnstreitig xyx

Torfabbaugebiet in Papenburg

Die Bevölkerung hatte stark zugenommen und das vorhandene Land reichte nicht mehr für den Lebensunterhalt. Die Menschen der Region konnten zwischen drei Möglichkeiten wählen: Als unfreier Heuermann für den Bauern arbeiten, auswandern oder Moorkolonist werden.

Der Abbau des Torfes wurde anfangs nur von Unternehmern, zum damaligen Zeitpunkt waren dies Fürsten, Adelige und Bürger, die sich verpflichteten, das Land zu kultivieren, vorangetrieben. Im benachbartem Holland hatte man gesehen, das sich das abgetorfte Land sehr gut zur landwirtschaftlichen Nutzung eignete.

Torfabbaugebiet in Papenburg
Torfabbaugebiet in Papenburg

Die ersten festen Häuser der Kolonisten

macht sich jeder Bürger des Staates um das Vaterland verdient, der den Vorurtheilen entsagt und zu Torf unterschiebet. Bei der Gewissheit, dass in kurzen, alle noch übrigen Bedenklichkeiten, auch bei verwöhnten Familien überwunden seyn werden, zeichnet sich „jeder Auffinder bauwürdiger und nachhaltiger Torfbrüche mit Ehren aus !“ Torf wurde zu einem begehrten Handelsobjekt.

So konnte sich sodann jeder der Interesse daran hatte, sich ein Stück Moor pachten. So zogen die Menschen, mit ein paar Stück Vieh im Gepäck ins Moor, und versuchten dort zu überleben.

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Im 17. Jahrhundert änderte sich die jedoch Situation. Der Fehnpächter, vergab die Moorstücke jetzt an Unterpächter, die das Torf selbst abbauten. Der Oberpächter, der direkt mit dem Landesherrn Pachtverträge hatte, war verpflichtet Hauptkanäle, Brücken und Schleusen zu bauen. So schufen sie die Voraussetzung für die Erschließung der Moore. Das Tagelöhnertum hatte ein Ende.